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AECTP-400

Prüfungsumfang nach AECTP-400

Die AECTP-400 enthält die mechanischen Prüfmethoden der NATO-Reihe AECTP. In der aktuellen Edition D vom November 2019 legt Methode 400 die allgemeinen Prüfbedingungen fest, und mehrere frühere Methoden wurden zusammengeführt: Handhabungs- und SRS-Schock in Methode 403, Verzurrung, Anheben, Stapeln, Biegung und Racking in Methode 424. Wir führen jede Methode einzeln oder als komplette Prüffolge nach Ihrem Lastenheft durch.

↓Vibration und Akustik↓Schock↓Beschleunigung und Bewegung↓Transport und Lagerung↓Kontakt

Vibrations- und Akustikprüfungen nach AECTP-400 (401, 402, 413, 420, 421)

Kettenlaufwerke, Rotoren, Triebwerke und Strömung regen Ausrüstung über ihre gesamte Lebensdauer zu Schwingungen an. Diese Methoden bilden die Anregung mechanisch, akustisch oder kombiniert nach und weisen nach, dass Struktur, Befestigung und Elektronik der Dauerbelastung standhalten.

401Vibration: Schwingungsprüfung mit Sinus-, Rausch- oder gemischter Anregung, die Transport- und Einsatzbelastungen auf Rad- und Kettenfahrzeugen, in Luftfahrzeugen und auf Schiffen abbildet. Die Prüfschärfe wird aus Messdaten oder den in der AECTP-200 beschriebenen Umgebungen abgeleitet.
402Akustischer Lärm – Acoustic Noise: Beschallung mit hohen Schallpegeln im Hallraum oder Wanderwellenrohr, wie sie in der Nähe von Triebwerken, in Waffenschächten oder an Flugkörpern auftreten. Geprüft werden Strukturermüdung und Funktionsstörungen durch akustisch angeregte Schwingungen.
413Akustischer Lärm kombiniert mit Temperatur und Vibration – Acoustic Noise Combined with Temperature and Vibration: Überlagert akustische Anregung, Vibration und Temperatur, vor allem für Flugkörper und Außenlasten im Flug am Luftfahrzeug. Die Kombination deckt Ausfälle auf, die bei getrennten Prüfungen nicht auftreten.
420Buffet-Vibration – Buffet Vibration: Schwingungen durch Strömungsablösung und Wirbel an Flugzeugstrukturen, etwa am Leitwerk bei Manövern mit hohem Anstellwinkel. Geprüft wird die Ermüdungsfestigkeit von Ausrüstung in den betroffenen Bereichen.
421Multi-Exciter-Vibrations- und Schockprüfung – Multi-Exciter Vibration and Shock Testing: Schwingungs- und Schockprüfung mit mehreren Erregern für große Prüflinge oder für Anregung in mehr als einem mechanischen Freiheitsgrad. So lassen sich realitätsnahe Bewegungen erzeugen, die ein einzelner Shaker nicht abbilden kann.

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Schockprüfungen nach AECTP-400 (403, 405, 415, 419, 422)

Stöße entstehen beim Umschlag und Transport, durch eigenes Waffenfeuer, pyrotechnische Auslöser, Unterwasserexplosionen und Beschuss. Die Schockmethoden reichen deshalb von klassischen Wellenformen bis zu sehr hohen, hochfrequenten Belastungen und weisen nach, dass Ausrüstung danach funktionsfähig bleibt.

403Schockprüfung – Shock Testing: Stoßbelastungen aus Handhabung, Transport und Einsatz, nachgebildet mit klassischen Wellenformen wie Halbsinus und Sägezahn oder über ein Schockantwortspektrum (SRS). Seit Edition D umfasst die Methode auch die früheren Methoden für Handhabungsstöße und SRS-Schock.
Frühere Methoden: 403 Klassische Wellenform · 414 Handhabung · 417 SRS-Schock
405Waffenfeuer – Gunfire: Stoß- und Schwingungsbelastung durch das Abfeuern eigener Waffen, etwa von Bordkanonen in Luftfahrzeugen oder Waffenanlagen auf Fahrzeugen und Schiffen. Geprüft wird, ob benachbarte Ausrüstung die wiederholte Anregung ohne Schaden und Funktionsverlust übersteht.
415Pyroschock – Pyroshock: Sehr kurze, hochfrequente Stoßwellen durch das Zünden pyrotechnischer Elemente, etwa bei Stufentrennung, Abwurf oder dem Auslösen von Rettungssystemen. Geprüft wird die Festigkeit empfindlicher Elektronik nahe der Einleitungsstelle.
419Unterwasserexplosion – UNDEX: Stoßbelastung durch Unterwasserexplosionen, wie sie Schiffe und U-Boote im Einsatz treffen kann. Nachgewiesen wird, dass an Bord eingebaute Ausrüstung den Schock übersteht und funktionsfähig bleibt.
422Ballistischer Schock – Ballistic Shock: Sehr hohe, kurzzeitige Stoßbelastung, wenn Geschosse oder Sprengkörper auf gepanzerte Fahrzeuge treffen. Geprüft wird, ob im Fahrzeug montierte Ausrüstung diese Belastung ohne Schaden und Funktionsverlust übersteht.

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Beschleunigungs- und Bewegungsprüfungen nach AECTP-400 (404, 418)

Neben Schwingungen und Stößen wirken auf Ausrüstung auch lang anhaltende Beschleunigungen und großräumige Bewegungen ihrer Trägerplattform. Diese Methoden prüfen Festigkeit, Befestigung und Funktion unter solchen quasistatischen und niederfrequenten Lasten.

404Konstante Beschleunigung – Constant Acceleration: Stationäre Beschleunigung auf der Zentrifuge, wie sie bei Flugmanövern, beim Start von Flugkörpern oder in rotierenden Systemen auftritt. Geprüft werden die Festigkeit von Struktur und Befestigungen sowie die Funktion unter Last.
418Bewegungsplattform – Motion Platform: Prüfung auf einer Bewegungsplattform, die großamplitudige, niederfrequente Bewegungen einer Trägerplattform nachbildet. Bewertet werden Funktion und Befestigung des Prüflings unter diesen Bewegungen.

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Transport- und Lagerungsprüfungen nach AECTP-400 (406, 408, 416, 424)

Bevor Ausrüstung zum Einsatz kommt, wird sie gelagert, gestapelt, verzurrt, per Kran gehoben und auf Straße und Schiene transportiert. Diese Methoden weisen nach, dass Gerät, Verpackung und Transportbehälter die dabei auftretenden Lasten ohne Schaden überstehen.

406Lose Ladung – Loose Cargo: Ungesicherter Transport auf der Ladefläche, bei dem der Prüfling springt, rutscht und gegen Begrenzungen stößt. Die Prüfung erfolgt auf einem Rütteltisch mit Kreisbewegung und bewertet Gehäuse, Verpackung und Funktion.
408Transport großer Baugruppen – Large Assembly Transport: Transport großer Baugruppen und Shelter auf dem vorgesehenen Fahrzeug über festgelegte Teststrecken, weil ihre Abmessungen eine Prüfung auf dem Schwingtisch meist ausschließen. Bewertet werden Befestigung, Struktur und Funktion nach der Fahrt.
416Schienenaufprall – Rail Impact: Auflaufstöße beim Rangieren von Güterwagen im Bahntransport. Bewertet werden die Festigkeit des Prüflings, seiner Halterungen und der Ladungssicherung.
424Lagerung und Transport – Storage and Transit: Fasst seit Edition D die mechanischen Lasten aus Lagerung, Umschlag und Transport zusammen, darunter Verzurrung, Anheben, Stapeln, Biegung und Verwindung (Racking) von Material und Transportbehältern. Nachgewiesen wird, dass Ausrüstung, Behälter und Anschlagpunkte diese Lasten ohne bleibende Schäden aufnehmen.
Frühere Methoden: 407 Verzurrung · 409 Anheben · 410 Stapeln · 411 Biegung · 412 Racking

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Details

Produktinformationen "AECTP-400"

Mechanische Umweltprüfungen (Mechanical Environmental Tests)

Kettenfahrzeuge im Gelände, Hubschrauber, Schiffe im Seegang und der Umschlag per Bahn, Lkw und Kran setzen Wehrmaterial starken mechanischen Belastungen aus. Die NATO-Publikation AECTP-400 legt fest, wie Vibration, Schock, Beschleunigung, akustische Last und Transportbelastungen im Labor nachgebildet werden; ihre Anwendung vereinbaren die NATO-Staaten über STANAG 4370. Die aktuelle Edition D vom November 2019 ersetzt Edition 3 und führt mehrere Methoden zusammen. EDAG Testing führt die Prüfungen nach AECTP-400 einzeln oder als komplette Prüffolge durch.

Was hat sich mit Edition D der AECTP-400 geändert?
Edition D vom November 2019 hat die Methoden neu geordnet: Die bisherigen Methoden 414 (Handhabung) und 417 (SRS-Schock) sind in Methode 403 Shock Testing aufgegangen, die Methoden 407, 409, 410, 411 und 412 für Verzurrung, Anheben, Stapeln, Biegung und Racking in der neuen Methode 424 Storage and Transit. Neu ist außerdem Methode 423 für Time Waveform Replication. Lastenhefte mit den alten Methodennummern lassen sich den neuen Methoden eindeutig zuordnen.
Wie werden die Prüfschärfen der AECTP-400 festgelegt?
Die Methoden beschreiben die Prüfverfahren, die Prüfschärfen werden für jedes Programm eigens festgelegt: bevorzugt aus Messdaten von der realen Plattform, sonst aus den Umweltbeschreibungen der AECTP-200 und den Vorgabewerten der Methoden. Grundlage ist das Lebenszyklusprofil des Geräts von Lagerung und Transport bis zum Einsatz, das nach den Leitlinien der AECTP-100 erstellt wird.
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