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AECTP-300
Prüfungsumfang nach AECTP‑300
Die AECTP‑300 fasst die klimatischen Prüfmethoden der NATO unter dreistelligen Nummern zusammen: Methode 301 enthält die allgemeinen Anforderungen, jede weitere Methode beschreibt eine Umweltbelastung. Die Übersicht zeigt die Methoden, die EDAG Testing anbietet – Temperatur-, Strahlungs- und Feuchteprüfungen, Wasser- und Vereisungsprüfungen, Korrosions-, Staub- und Fluidprüfungen sowie die kombinierte Prüfung aus Vibration, Temperatur, Feuchte und Höhe. Wir führen jede Prüfung einzeln oder als komplette Prüfsequenz nach Ihrem Lastenheft durch.
↓Temperatur ↓Sonne & Feuchte ↓Wasser & Eis ↓Korrosion & Staub ↓Kombiniert ↓Kontakt
Temperaturprüfungen nach AECTP‑300 (Methoden 302, 303, 304, 315)
Extreme Hitze und Kälte verändern Werkstoffe, Dichtungen und Elektronik: Kunststoffe verspröden oder erweichen, Schmierstoffe verdicken, und verschiedene Materialien dehnen sich unterschiedlich stark aus. Die Temperaturprüfungen zeigen, ob ein Prüfling Lagerung und Betrieb an den Grenzen seines Einsatzklimas, schnelle Temperaturwechsel sowie Frost-Tau-Zyklen ohne Schaden übersteht.
| 302 | Hohe Temperatur: Prüft Lagerung und Betrieb des Prüflings bei hohen Temperaturen – als konstante Belastung oder im Tageszyklus, wie er sich in heißen Klimazonen oder in aufgeheizten Fahrzeugen und Containern einstellt. Sichtbar werden Erweichen, Verformung, Alterung und Funktionsausfälle. |
| 303 | Niedrige Temperatur: Prüft Lagerung, Betrieb und Handhabung des Prüflings bei tiefen Temperaturen, wie sie in arktischen Regionen und im Winterbetrieb auftreten. Sichtbar werden Versprödung, Rissbildung, schwergängige Mechanik und Ausfälle von Elektronik und Batterien. |
| 304 | Thermischer Schock: Setzt den Prüfling schnellen Wechseln zwischen extremen Temperaturen aus, etwa beim Transport aus einem beheizten Raum in arktische Kälte oder beim Lufttransport. Geprüft wird, ob Spannungen durch unterschiedliche Wärmeausdehnung zu Rissen, Undichtigkeiten oder Ausfällen führen. |
| 315 | Gefrieren/Auftauen: Prüft die Folgen von Feuchtigkeit, die im oder am Prüfling wiederholt gefriert und auftaut. Eis in Spalten und Dichtungen kann Bauteile aufsprengen oder Mechaniken blockieren, beim Auftauen entsteht Kondenswasser. |
Sonnenstrahlung und feuchte Hitze nach AECTP‑300 (Methoden 305, 306)
Intensive Sonneneinstrahlung heizt Gehäuse weit über die Lufttemperatur auf und lässt Kunststoffe und Lacke altern; feuchtwarmes Klima fördert Korrosion und Kondensation. Diese Prüfungen bilden beide Belastungen gezielt nach.
| 305 | Solare Strahlung: Bestrahlt den Prüfling mit simuliertem Sonnenlicht. Geprüft werden die Erwärmung durch Sonneneinstrahlung im Tageszyklus sowie die fotochemische Alterung von Kunststoffen, Lacken, Gummi und Textilien, etwa Versprödung und Ausbleichen. |
| 306 | Feuchte Hitze: Setzt den Prüfling feuchtwarmem Klima aus, wie es in tropischen Regionen sowie bei Lagerung und Transport auftritt. Sichtbar werden Korrosion, Quellen von Werkstoffen, Kondensation und elektrische Fehlfunktionen. |
Wasser- und Vereisungsprüfungen nach AECTP‑300 (Methoden 307, 310, 311)
Wasser dringt über Dichtungen, Kabeldurchführungen und Gehäusefugen ein und verursacht Kurzschlüsse, Korrosion und Isolationsfehler; gefriert es, blockiert es Mechaniken und Bedienelemente. Diese Prüfungen zeigen, ob ein Prüfling Untertauchen, Regen und Eisansatz unbeschadet übersteht.
| 307 | Eintauchen: Prüft die Dichtheit des Prüflings beim teilweisen oder vollständigen Untertauchen in Wasser, etwa beim Durchqueren von Gewässern oder bei Lagerung in überfluteten Bereichen. Bewertet werden eingedrungenes Wasser und die Funktion nach der Prüfung. |
| 310 | Regen/Wasserdichtigkeit: Prüft, wie wirksam Gehäuse und Dichtungen den Prüfling vor Regen und Wasser schützen. Nachgestellt werden etwa windgetriebener Regen und Tropfwasser; anschließend wird auf eingedrungenes Wasser und Funktionsstörungen untersucht. |
| 311 | Vereisung: Bildet Eisansatz durch Eisregen oder gefrierendes Sprühwasser am Prüfling nach. Geprüft wird, ob Klappen, Schalter, Antennen und bewegliche Teile unter einer Eisschicht noch funktionieren. |
Salznebel-, Staub- und Fluidprüfungen nach AECTP‑300 (Methoden 309, 313, 314)
Salzhaltige Luft, feiner Staub und Flugsand sowie Kraftstoffe, Hydraulik- und Reinigungsmittel greifen Oberflächen, Dichtungen und Elektronik auf Dauer an. Die Prüfungen machen sichtbar, wie beständig Werkstoffe und Gehäuse gegen korrosive, abrasive und chemische Einflüsse sind.
| 309 | Salznebel: Setzt den Prüfling einem Salznebel aus, der die korrosive Wirkung salzhaltiger Luft in Küsten- und Seegebieten beschleunigt nachstellt. Geprüft werden die Korrosionsbeständigkeit von Metallen und Beschichtungen sowie die Funktion nach der Belastung. |
| 313 | Sand und Staub: Prüft, ob feiner Staub und Flugsand in den Prüfling eindringen, Dichtungen, Lager und Filter beeinträchtigen oder Oberflächen abrasiv schädigen. Nachgestellt werden aufgewirbelter Staub und windgetriebener Sand, wie sie in Wüstenregionen und im Geländebetrieb auftreten. |
| 314 | Verunreinigung durch Flüssigkeiten: Prüft die Beständigkeit von Werkstoffen und Oberflächen gegenüber Flüssigkeiten, mit denen der Prüfling im Einsatz in Berührung kommen kann, etwa Kraft- und Schmierstoffe, Hydraulikflüssigkeiten, Reinigungs- und Enteisungsmittel. Bewertet werden Veränderungen wie Quellen, Erweichen, Rissbildung und Funktionseinbußen. |
Kombinierte Prüfung nach AECTP‑300 (Methode 318)
Im Einsatz treten Umweltbelastungen selten einzeln auf. Wirken Vibration, Temperatur, Feuchte und niedriger Luftdruck gleichzeitig, verstärken sie sich gegenseitig – die kombinierte Prüfung bildet dieses Zusammenspiel realitätsnah nach.
| 318 | Vibration/Temperatur/Luftfeuchtigkeit/Höhe: Kombiniert Vibration, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Unterdruck (Höhe) in einer Prüfung, wie sie etwa bei luftgestützter Ausrüstung im Flug gleichzeitig wirken. So werden Fehler erkannt, die erst im Zusammenspiel der Belastungen entstehen, etwa Kondensation in Kombination mit Vibration. |
AECTP-300
Prüfungsumfang nach AECTP-300
Die AECTP-300 bündelt die klimatischen Prüfmethoden der NATO-Reihe AECTP: Ein einleitender Teil legt allgemeine Prüfbedingungen und Toleranzen fest, die Methoden 302 bis 319 beschreiben die einzelnen Prüfungen. Prüfparameter, Dauer und Reihenfolge werden für jedes Programm aus den Umweltbedingungen der AECTP-200 und dem Einsatzprofil des Geräts abgeleitet. Wir führen jede Methode einzeln oder als komplette Prüffolge nach Ihrem Lastenheft durch.
↓Temperatur↓Sonne, Feuchte, Wasser↓Korrosion und Medien↓Druck, Staub, Atmosphäre↓Kombinierte Prüfungen↓Kontakt
Temperaturprüfungen nach AECTP-300 (302 bis 304, 315)
Militärisches Gerät wird in Wüsten ebenso eingesetzt wie in arktischen Regionen und wechselt dabei teils innerhalb von Minuten zwischen extremen Temperaturen. Die Temperaturmethoden prüfen Lagerung, Betrieb und Handhabung an den Grenzen der Klimazonen, für die das Gerät ausgelegt ist.
| 302 | Hohe Temperatur – High Temperature: Lagerung und Betrieb bei hohen Temperaturen, wie sie in heißen Klimazonen, in abgestellten Fahrzeugen oder in aufgeheizten Behältern auftreten. Nachgewiesen werden Funktion, Werkstoffverhalten und Maßhaltigkeit an der oberen Temperaturgrenze. |
| 303 | Niedrige Temperatur – Low Temperature: Lagerung, Betrieb und Handhabung in kalten Klimazonen. Geprüft wird, ob das Gerät nach Kälteeinwirkung startet und bedienbar bleibt und ob Kunststoffe, Elastomere und Schmierstoffe ihre Eigenschaften behalten. |
| 304 | Thermischer Schock – Thermal Shock: Schneller Übergang zwischen stark unterschiedlichen Temperaturen, etwa beim Wechsel aus einem beheizten Unterstand in arktische Kälte oder beim Lufttransport. Die Prüfung deckt Risse, Undichtigkeiten und Verbindungsfehler auf, die durch ungleiche Wärmeausdehnung entstehen. |
| 315 | Gefrieren/Auftauen – Freeze/Thaw: Wiederholte Wechsel über den Gefrierpunkt, bei denen Feuchte in Fugen, Dichtungen und Hohlräumen gefriert und wieder taut. Bewertet werden Schäden durch Eisbildung und die Funktion nach den Zyklen. |
Strahlungs-, Feuchte- und Wasserprüfungen nach AECTP-300 (305 bis 307, 310, 311)
Sonneneinstrahlung, tropische Feuchte, Regen, Eis und Wasser wirken im Feldeinsatz dauerhaft auf Gehäuse und Dichtungen. Diese Methoden weisen nach, dass Werkstoffe beständig bleiben und kein Wasser in das Gerät eindringt.
| 305 | Solare Strahlung – Solar Radiation: Bestrahlung mit künstlichem Sonnenlicht, die sowohl die Erwärmung des Prüflings als auch die Alterung von Oberflächen durch UV-Anteile nachbildet. Bewertet werden Temperaturverhalten, Farb- und Materialveränderungen sowie die Funktion. |
| 306 | Feuchte Wärme – Humid Heat: Lagerung in feuchtwarmer Atmosphäre, teils mit Temperaturzyklen, wie sie in tropischen Regionen herrscht. Geprüft werden Feuchteaufnahme, Korrosion, Isolationsverhalten und die Funktion nach der Belastung. |
| 307 | Eintauchen – Immersion: Teilweises oder vollständiges Eintauchen in Wasser, etwa bei Flussdurchquerungen oder Überflutung. Nachgewiesen wird, dass kein Wasser eindringt und das Gerät danach funktioniert. |
| 310 | Regen/Wasserdichtigkeit – Rain/Watertightness: Beregnung mit Schlagregen, Tropfwasser oder Wasserstrahl. Geprüft wird die Wasserdichtigkeit von Gehäusen, Abdeckungen und Steckverbindern sowie die Funktion während und nach der Beregnung. |
| 311 | Vereisung – Icing: Eisansatz durch gefrierenden Regen oder Sprühwasser. Geprüft wird, ob bewegliche Teile, Bedienelemente und Antennen unter der Eisschicht funktionsfähig bleiben. |
Korrosions-, Medien- und Schimmelprüfungen nach AECTP-300 (308, 309, 314, 319)
Salzluft, säurehaltige Atmosphäre, Betriebsstoffe und Schimmelpilze greifen Werkstoffe oft langsam, aber nachhaltig an. Die Methoden dieser Gruppe bewerten Korrosionsschutz, Medienbeständigkeit und die Anfälligkeit organischer Werkstoffe für Schimmelbefall.
| 308 | Schimmelwachstum – Mould Growth: Lagerung mit Schimmelpilzsporen in warmer, feuchter Umgebung über einen längeren Zeitraum. Die Prüfung zeigt, ob Werkstoffe, Beschichtungen oder Verunreinigungen Schimmelwachstum begünstigen und ob dadurch Funktion oder Isolation leiden. |
| 309 | Salznebel – Salt Fog: Auslagerung im Salzsprühnebel, wie er in Küstennähe und auf See auftritt. Bewertet werden die Korrosion an Metallen, Kontakten und Befestigungen sowie die Schutzwirkung von Beschichtungen. |
| 314 | Verunreinigung durch Flüssigkeiten – Contamination by Fluids: Kontakt mit Betriebsstoffen wie Kraftstoffen, Ölen, Hydraulikflüssigkeiten und Reinigungsmitteln. Geprüft werden Quellung, Verfärbung, das Ablösen von Beschichtungen und die Funktion nach der Einwirkung. |
| 319 | Saure Atmosphäre – Acidic Atmosphere: Auslagerung in säurehaltiger Atmosphäre, wie sie in Industriegebieten oder in der Nähe von Verbrennungsabgasen entsteht. Bewertet werden Korrosion und die Beständigkeit von Oberflächen und Schutzschichten. |
Druck-, Staub- und Atmosphärenprüfungen nach AECTP-300 (312, 313, 316)
Lufttransport, Einsätze in großer Höhe, Wüstenstaub und kraftstoffhaltige Umgebungen stellen besondere Anforderungen an Dichtheit und Sicherheit. Die AECTP-300 betrachtet dabei natürliche Umgebungen bis 30.000 m Höhe; darüber verweist sie auf Raumfahrtnormen.
| 312 | Niedriger Druck – Low Pressure: Lagerung und Betrieb bei reduziertem Luftdruck, etwa beim Lufttransport in nicht druckbelüfteten Frachträumen oder im Hochgebirge. Bewertet werden Dichtheit, Verformung von Gehäusen und Funktionsstörungen durch geringere Wärmeabfuhr. |
| 313 | Sand und Staub – Sand and Dust: Belastung mit aufgewirbeltem Staub und Sand, wie er in Wüsten, auf unbefestigten Wegen oder durch den Abwind von Hubschrauberrotoren entsteht. Geprüft werden das Eindringen von Partikeln, Abrieb und Funktionsstörungen an Lüftungen, Steckern und Mechanik. |
| 316 | Explosionsfähige Atmosphäre – Explosive Atmosphere: Betrieb in einem zündfähigen Gemisch aus Kraftstoffdampf und Luft. Nachgewiesen wird, dass das Gerät keine Zündung auslöst oder eine Zündung im Gehäuse nicht nach außen überträgt. |
Kombinierte Prüfungen nach AECTP-300 (317, 318)
Im Einsatz wirken Temperatur, Feuchte, Luftdruck und Vibration gleichzeitig. Die kombinierten Methoden überlagern diese Belastungen und decken Wechselwirkungen auf, die bei getrennten Einzelprüfungen verborgen blieben.
| 317 | Temperatur/Luftfeuchtigkeit/Höhe – Temperature/Humidity/Altitude: Kombinierte Belastung aus Temperatur, Luftfeuchte und niedrigem Luftdruck, vor allem für Ausrüstung in Luftfahrzeugen. Die Prüfung zeigt Effekte, die erst im Zusammenwirken auftreten, etwa Betauung beim Sinkflug. |
| 318 | Vibration/Temperatur/Luftfeuchtigkeit/Höhe – Vibration/Temperature/Humidity/Altitude: Überlagert Vibration mit Temperatur, Luftfeuchte und Höhe, wie es Ausrüstung in Luftfahrzeugen und an Außenlasten erlebt. Damit werden Ausfälle aufgedeckt, die weder die Klima- noch die Schwingprüfung allein zeigen. |
AECTP-400
Prüfungsumfang nach AECTP‑400
Die AECTP‑400 fasst die mechanischen Prüfmethoden der NATO unter dreistelligen Nummern ab 401 zusammen; jede Methode beschreibt eine mechanische oder akustische Belastung. Die Übersicht zeigt die Methoden, die EDAG Testing anbietet – Vibration und Waffenfeuer, Schock und Beschleunigung, Transport- und Handhabungsbelastungen sowie akustische und kombinierte Prüfungen. Wir führen jede Prüfung einzeln oder als komplette Prüfsequenz nach Ihrem Lastenheft durch.
↓Vibration ↓Schock ↓Transport ↓Akustik ↓Kontakt
Vibration und Waffenfeuer nach AECTP‑400 (Methoden 401, 405)
Dauerhafte Schwingungen aus Fahrbahn, Triebwerken und Waffensystemen führen zu Materialermüdung, gelösten Schrauben und gebrochenen Lötstellen. Die Vibrationsprüfungen bilden diese Belastungen im Zeitraffer nach und zeigen, ob ein Prüfling seine Einsatzdauer übersteht.
| 401 | Vibration: Prüft die Widerstandsfähigkeit des Prüflings gegen Schwingungen, die über seinen Lebenszyklus auftreten – beim Straßen-, Schienen-, Luft- und Seetransport sowie im Betrieb auf Fahrzeugen, Luftfahrzeugen und Schiffen. Auf dem Schwingerreger werden Sinus-, Rausch- oder gemischte Profile gefahren; sichtbar werden Ermüdungsrisse, gelöste Verbindungen und Funktionsstörungen. |
| 405 | Waffenfeuer: Bildet die stoßartigen Schwingungen nach, die beim Abfeuern von Bordwaffen auf Ausrüstung in der Nähe wirken, etwa in Kampffahrzeugen, Luftfahrzeugen oder auf Schiffen. Geprüft wird, ob der Prüfling die wiederholten, hochfrequenten Belastungen ohne Schaden und Funktionsausfall übersteht. |
Schock und Beschleunigung nach AECTP‑400 (Methoden 403, 404, 417)
Kurze, harte Stöße und lang anhaltende Beschleunigungen belasten Struktur und Befestigungen ganz anders als Vibration. Die Prüfungen zeigen, ob ein Prüfling solche Lastspitzen ohne Bruch, Verformung oder Funktionsausfall übersteht.
| 403 | Schock mit klassischer Wellenform: Belastet den Prüfling mit Stößen definierter Impulsform, etwa Halbsinus, Sägezahn oder Trapez, auf einer Stoßprüfanlage. So lässt sich reproduzierbar nachweisen, dass Struktur, Befestigungen und Elektronik Stöße im Betrieb und beim Transport überstehen. |
| 404 | Konstante Beschleunigung: Prüft auf einer Zentrifuge, ob Struktur und Befestigungen des Prüflings stationären Beschleunigungen standhalten, wie sie in Luftfahrzeugen, Flugkörpern oder bei Manövern auftreten, und ob er dabei funktionsfähig bleibt. |
| 417 | SRS-Schock: Bildet komplexe Stöße nach, die nicht über eine feste Impulsform, sondern über ihr Schockantwortspektrum (Shock Response Spectrum, SRS) beschrieben werden. So lassen sich im Feld gemessene Stöße realitätsnah im Labor reproduzieren, etwa auf dem Schwingerreger. |
Transport und Handhabung nach AECTP‑400 (Methoden 406, 414)
Viele Schäden entstehen nicht im Einsatz, sondern auf dem Weg dorthin: durch ungesicherte Ladung, die auf der Ladefläche springt, oder durch Stürze beim Umschlag. Diese Prüfungen zeigen, ob Gerät und Verpackung Transport und Handhabung unbeschadet überstehen.
| 406 | Lose Ladung: Bildet die Belastung von ungesicherter Ladung nach, die auf der Ladefläche eines Fahrzeugs springt und wiederholt aufschlägt. Auf einem Loose-Cargo-Prüfstand zeigt sich, ob Gehäuse, Verpackung und Inhalt die vielen Einzelstöße überstehen. |
| 414 | Handhabung: Prüft, ob der Prüfling Fall-, Kipp- und Stoßbelastungen beim manuellen und maschinellen Umschlag übersteht, etwa beim Abstellen, Verladen oder bei unbeabsichtigtem Herunterfallen. Bewertet werden Schäden an Gehäuse und Inhalt sowie die Funktion danach. |
Akustische und kombinierte Prüfungen nach AECTP‑400 (Methoden 402, 413)
Hohe Schallpegel, etwa in der Nähe von Triebwerken, regen dünnwandige Strukturen und Bauteile zu Schwingungen an. Wirken Schall, Vibration und Temperatur gleichzeitig, verstärken sich die Effekte gegenseitig – die Prüfungen bilden solche Belastungen realitätsnah nach.
| 402 | Akustischer Lärm: Setzt den Prüfling hohen Schalldruckpegeln aus, wie sie durch Triebwerke, Raketenmotoren oder die Umströmung im Flug entstehen. Sichtbar werden schallinduzierte Schwingungen, Ermüdungsschäden an dünnwandigen Strukturen und Funktionsstörungen. |
| 413 | Akustischer Lärm kombiniert mit Temperatur und Vibration: Kombiniert akustische Anregung, Vibration und Temperatur in einer Prüfung, wie sie etwa bei außen an Luftfahrzeugen mitgeführten Lasten im Flug zusammenwirken. So werden Fehler erkannt, die erst im Zusammenspiel der Belastungen entstehen. |
AECTP-400
Prüfungsumfang nach AECTP-400
Die AECTP-400 enthält die mechanischen Prüfmethoden der NATO-Reihe AECTP. In der aktuellen Edition D vom November 2019 legt Methode 400 die allgemeinen Prüfbedingungen fest, und mehrere frühere Methoden wurden zusammengeführt: Handhabungs- und SRS-Schock in Methode 403, Verzurrung, Anheben, Stapeln, Biegung und Racking in Methode 424. Wir führen jede Methode einzeln oder als komplette Prüffolge nach Ihrem Lastenheft durch.
↓Vibration und Akustik↓Schock↓Beschleunigung und Bewegung↓Transport und Lagerung↓Kontakt
Vibrations- und Akustikprüfungen nach AECTP-400 (401, 402, 413, 420, 421)
Kettenlaufwerke, Rotoren, Triebwerke und Strömung regen Ausrüstung über ihre gesamte Lebensdauer zu Schwingungen an. Diese Methoden bilden die Anregung mechanisch, akustisch oder kombiniert nach und weisen nach, dass Struktur, Befestigung und Elektronik der Dauerbelastung standhalten.
| 401 | Vibration: Schwingungsprüfung mit Sinus-, Rausch- oder gemischter Anregung, die Transport- und Einsatzbelastungen auf Rad- und Kettenfahrzeugen, in Luftfahrzeugen und auf Schiffen abbildet. Die Prüfschärfe wird aus Messdaten oder den in der AECTP-200 beschriebenen Umgebungen abgeleitet. |
| 402 | Akustischer Lärm – Acoustic Noise: Beschallung mit hohen Schallpegeln im Hallraum oder Wanderwellenrohr, wie sie in der Nähe von Triebwerken, in Waffenschächten oder an Flugkörpern auftreten. Geprüft werden Strukturermüdung und Funktionsstörungen durch akustisch angeregte Schwingungen. |
| 413 | Akustischer Lärm kombiniert mit Temperatur und Vibration – Acoustic Noise Combined with Temperature and Vibration: Überlagert akustische Anregung, Vibration und Temperatur, vor allem für Flugkörper und Außenlasten im Flug am Luftfahrzeug. Die Kombination deckt Ausfälle auf, die bei getrennten Prüfungen nicht auftreten. |
| 420 | Buffet-Vibration – Buffet Vibration: Schwingungen durch Strömungsablösung und Wirbel an Flugzeugstrukturen, etwa am Leitwerk bei Manövern mit hohem Anstellwinkel. Geprüft wird die Ermüdungsfestigkeit von Ausrüstung in den betroffenen Bereichen. |
| 421 | Multi-Exciter-Vibrations- und Schockprüfung – Multi-Exciter Vibration and Shock Testing: Schwingungs- und Schockprüfung mit mehreren Erregern für große Prüflinge oder für Anregung in mehr als einem mechanischen Freiheitsgrad. So lassen sich realitätsnahe Bewegungen erzeugen, die ein einzelner Shaker nicht abbilden kann. |
Schockprüfungen nach AECTP-400 (403, 405, 415, 419, 422)
Stöße entstehen beim Umschlag und Transport, durch eigenes Waffenfeuer, pyrotechnische Auslöser, Unterwasserexplosionen und Beschuss. Die Schockmethoden reichen deshalb von klassischen Wellenformen bis zu sehr hohen, hochfrequenten Belastungen und weisen nach, dass Ausrüstung danach funktionsfähig bleibt.
| 403 | Schockprüfung – Shock Testing: Stoßbelastungen aus Handhabung, Transport und Einsatz, nachgebildet mit klassischen Wellenformen wie Halbsinus und Sägezahn oder über ein Schockantwortspektrum (SRS). Seit Edition D umfasst die Methode auch die früheren Methoden für Handhabungsstöße und SRS-Schock. Frühere Methoden: 403 Klassische Wellenform · 414 Handhabung · 417 SRS-Schock |
| 405 | Waffenfeuer – Gunfire: Stoß- und Schwingungsbelastung durch das Abfeuern eigener Waffen, etwa von Bordkanonen in Luftfahrzeugen oder Waffenanlagen auf Fahrzeugen und Schiffen. Geprüft wird, ob benachbarte Ausrüstung die wiederholte Anregung ohne Schaden und Funktionsverlust übersteht. |
| 415 | Pyroschock – Pyroshock: Sehr kurze, hochfrequente Stoßwellen durch das Zünden pyrotechnischer Elemente, etwa bei Stufentrennung, Abwurf oder dem Auslösen von Rettungssystemen. Geprüft wird die Festigkeit empfindlicher Elektronik nahe der Einleitungsstelle. |
| 419 | Unterwasserexplosion – UNDEX: Stoßbelastung durch Unterwasserexplosionen, wie sie Schiffe und U-Boote im Einsatz treffen kann. Nachgewiesen wird, dass an Bord eingebaute Ausrüstung den Schock übersteht und funktionsfähig bleibt. |
| 422 | Ballistischer Schock – Ballistic Shock: Sehr hohe, kurzzeitige Stoßbelastung, wenn Geschosse oder Sprengkörper auf gepanzerte Fahrzeuge treffen. Geprüft wird, ob im Fahrzeug montierte Ausrüstung diese Belastung ohne Schaden und Funktionsverlust übersteht. |
Beschleunigungs- und Bewegungsprüfungen nach AECTP-400 (404, 418)
Neben Schwingungen und Stößen wirken auf Ausrüstung auch lang anhaltende Beschleunigungen und großräumige Bewegungen ihrer Trägerplattform. Diese Methoden prüfen Festigkeit, Befestigung und Funktion unter solchen quasistatischen und niederfrequenten Lasten.
| 404 | Konstante Beschleunigung – Constant Acceleration: Stationäre Beschleunigung auf der Zentrifuge, wie sie bei Flugmanövern, beim Start von Flugkörpern oder in rotierenden Systemen auftritt. Geprüft werden die Festigkeit von Struktur und Befestigungen sowie die Funktion unter Last. |
| 418 | Bewegungsplattform – Motion Platform: Prüfung auf einer Bewegungsplattform, die großamplitudige, niederfrequente Bewegungen einer Trägerplattform nachbildet. Bewertet werden Funktion und Befestigung des Prüflings unter diesen Bewegungen. |
Transport- und Lagerungsprüfungen nach AECTP-400 (406, 408, 416, 424)
Bevor Ausrüstung zum Einsatz kommt, wird sie gelagert, gestapelt, verzurrt, per Kran gehoben und auf Straße und Schiene transportiert. Diese Methoden weisen nach, dass Gerät, Verpackung und Transportbehälter die dabei auftretenden Lasten ohne Schaden überstehen.
| 406 | Lose Ladung – Loose Cargo: Ungesicherter Transport auf der Ladefläche, bei dem der Prüfling springt, rutscht und gegen Begrenzungen stößt. Die Prüfung erfolgt auf einem Rütteltisch mit Kreisbewegung und bewertet Gehäuse, Verpackung und Funktion. |
| 408 | Transport großer Baugruppen – Large Assembly Transport: Transport großer Baugruppen und Shelter auf dem vorgesehenen Fahrzeug über festgelegte Teststrecken, weil ihre Abmessungen eine Prüfung auf dem Schwingtisch meist ausschließen. Bewertet werden Befestigung, Struktur und Funktion nach der Fahrt. |
| 416 | Schienenaufprall – Rail Impact: Auflaufstöße beim Rangieren von Güterwagen im Bahntransport. Bewertet werden die Festigkeit des Prüflings, seiner Halterungen und der Ladungssicherung. |
| 424 | Lagerung und Transport – Storage and Transit: Fasst seit Edition D die mechanischen Lasten aus Lagerung, Umschlag und Transport zusammen, darunter Verzurrung, Anheben, Stapeln, Biegung und Verwindung (Racking) von Material und Transportbehältern. Nachgewiesen wird, dass Ausrüstung, Behälter und Anschlagpunkte diese Lasten ohne bleibende Schäden aufnehmen. Frühere Methoden: 407 Verzurrung · 409 Anheben · 410 Stapeln · 411 Biegung · 412 Racking |
AECTP-500
Prüfungsumfang nach AECTP‑300
Die AECTP‑300 fasst die klimatischen Prüfmethoden der NATO unter dreistelligen Nummern zusammen: Methode 301 enthält die allgemeinen Anforderungen, jede weitere Methode beschreibt eine Umweltbelastung. Die Übersicht zeigt die Methoden, die EDAG Testing anbietet – Temperatur-, Strahlungs- und Feuchteprüfungen, Wasser- und Vereisungsprüfungen, Korrosions-, Staub- und Fluidprüfungen sowie die kombinierte Prüfung aus Vibration, Temperatur, Feuchte und Höhe. Wir führen jede Prüfung einzeln oder als komplette Prüfsequenz nach Ihrem Lastenheft durch.
↓Temperatur ↓Sonne & Feuchte ↓Wasser & Eis ↓Korrosion & Staub ↓Kombiniert ↓Kontakt
Temperaturprüfungen nach AECTP‑300 (Methoden 302, 303, 304, 315)
Extreme Hitze und Kälte verändern Werkstoffe, Dichtungen und Elektronik: Kunststoffe verspröden oder erweichen, Schmierstoffe verdicken, und verschiedene Materialien dehnen sich unterschiedlich stark aus. Die Temperaturprüfungen zeigen, ob ein Prüfling Lagerung und Betrieb an den Grenzen seines Einsatzklimas, schnelle Temperaturwechsel sowie Frost-Tau-Zyklen ohne Schaden übersteht.
| 302 | Hohe Temperatur: Prüft Lagerung und Betrieb des Prüflings bei hohen Temperaturen – als konstante Belastung oder im Tageszyklus, wie er sich in heißen Klimazonen oder in aufgeheizten Fahrzeugen und Containern einstellt. Sichtbar werden Erweichen, Verformung, Alterung und Funktionsausfälle. |
| 303 | Niedrige Temperatur: Prüft Lagerung, Betrieb und Handhabung des Prüflings bei tiefen Temperaturen, wie sie in arktischen Regionen und im Winterbetrieb auftreten. Sichtbar werden Versprödung, Rissbildung, schwergängige Mechanik und Ausfälle von Elektronik und Batterien. |
| 304 | Thermischer Schock: Setzt den Prüfling schnellen Wechseln zwischen extremen Temperaturen aus, etwa beim Transport aus einem beheizten Raum in arktische Kälte oder beim Lufttransport. Geprüft wird, ob Spannungen durch unterschiedliche Wärmeausdehnung zu Rissen, Undichtigkeiten oder Ausfällen führen. |
| 315 | Gefrieren/Auftauen: Prüft die Folgen von Feuchtigkeit, die im oder am Prüfling wiederholt gefriert und auftaut. Eis in Spalten und Dichtungen kann Bauteile aufsprengen oder Mechaniken blockieren, beim Auftauen entsteht Kondenswasser. |
Sonnenstrahlung und feuchte Hitze nach AECTP‑300 (Methoden 305, 306)
Intensive Sonneneinstrahlung heizt Gehäuse weit über die Lufttemperatur auf und lässt Kunststoffe und Lacke altern; feuchtwarmes Klima fördert Korrosion und Kondensation. Diese Prüfungen bilden beide Belastungen gezielt nach.
| 305 | Solare Strahlung: Bestrahlt den Prüfling mit simuliertem Sonnenlicht. Geprüft werden die Erwärmung durch Sonneneinstrahlung im Tageszyklus sowie die fotochemische Alterung von Kunststoffen, Lacken, Gummi und Textilien, etwa Versprödung und Ausbleichen. |
| 306 | Feuchte Hitze: Setzt den Prüfling feuchtwarmem Klima aus, wie es in tropischen Regionen sowie bei Lagerung und Transport auftritt. Sichtbar werden Korrosion, Quellen von Werkstoffen, Kondensation und elektrische Fehlfunktionen. |
Wasser- und Vereisungsprüfungen nach AECTP‑300 (Methoden 307, 310, 311)
Wasser dringt über Dichtungen, Kabeldurchführungen und Gehäusefugen ein und verursacht Kurzschlüsse, Korrosion und Isolationsfehler; gefriert es, blockiert es Mechaniken und Bedienelemente. Diese Prüfungen zeigen, ob ein Prüfling Untertauchen, Regen und Eisansatz unbeschadet übersteht.
| 307 | Eintauchen: Prüft die Dichtheit des Prüflings beim teilweisen oder vollständigen Untertauchen in Wasser, etwa beim Durchqueren von Gewässern oder bei Lagerung in überfluteten Bereichen. Bewertet werden eingedrungenes Wasser und die Funktion nach der Prüfung. |
| 310 | Regen/Wasserdichtigkeit: Prüft, wie wirksam Gehäuse und Dichtungen den Prüfling vor Regen und Wasser schützen. Nachgestellt werden etwa windgetriebener Regen und Tropfwasser; anschließend wird auf eingedrungenes Wasser und Funktionsstörungen untersucht. |
| 311 | Vereisung: Bildet Eisansatz durch Eisregen oder gefrierendes Sprühwasser am Prüfling nach. Geprüft wird, ob Klappen, Schalter, Antennen und bewegliche Teile unter einer Eisschicht noch funktionieren. |
Salznebel-, Staub- und Fluidprüfungen nach AECTP‑300 (Methoden 309, 313, 314)
Salzhaltige Luft, feiner Staub und Flugsand sowie Kraftstoffe, Hydraulik- und Reinigungsmittel greifen Oberflächen, Dichtungen und Elektronik auf Dauer an. Die Prüfungen machen sichtbar, wie beständig Werkstoffe und Gehäuse gegen korrosive, abrasive und chemische Einflüsse sind.
| 309 | Salznebel: Setzt den Prüfling einem Salznebel aus, der die korrosive Wirkung salzhaltiger Luft in Küsten- und Seegebieten beschleunigt nachstellt. Geprüft werden die Korrosionsbeständigkeit von Metallen und Beschichtungen sowie die Funktion nach der Belastung. |
| 313 | Sand und Staub: Prüft, ob feiner Staub und Flugsand in den Prüfling eindringen, Dichtungen, Lager und Filter beeinträchtigen oder Oberflächen abrasiv schädigen. Nachgestellt werden aufgewirbelter Staub und windgetriebener Sand, wie sie in Wüstenregionen und im Geländebetrieb auftreten. |
| 314 | Verunreinigung durch Flüssigkeiten: Prüft die Beständigkeit von Werkstoffen und Oberflächen gegenüber Flüssigkeiten, mit denen der Prüfling im Einsatz in Berührung kommen kann, etwa Kraft- und Schmierstoffe, Hydraulikflüssigkeiten, Reinigungs- und Enteisungsmittel. Bewertet werden Veränderungen wie Quellen, Erweichen, Rissbildung und Funktionseinbußen. |
Kombinierte Prüfung nach AECTP‑300 (Methode 318)
Im Einsatz treten Umweltbelastungen selten einzeln auf. Wirken Vibration, Temperatur, Feuchte und niedriger Luftdruck gleichzeitig, verstärken sie sich gegenseitig – die kombinierte Prüfung bildet dieses Zusammenspiel realitätsnah nach.
| 318 | Vibration/Temperatur/Luftfeuchtigkeit/Höhe: Kombiniert Vibration, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Unterdruck (Höhe) in einer Prüfung, wie sie etwa bei luftgestützter Ausrüstung im Flug gleichzeitig wirken. So werden Fehler erkannt, die erst im Zusammenspiel der Belastungen entstehen, etwa Kondensation in Kombination mit Vibration. |
AECTP-500
Prüfungsumfang nach AECTP-500 (Kategorie 501)
Die Kategorie 501 der AECTP-500 legt die EMV-Prüfungen für Geräte und Subsysteme fest, die in der Regel in einer geschirmten Messkabine durchgeführt werden. Die 25 Prüfungen sind aus MIL-STD-461 und der britischen DEF STAN 59-411 abgeleitet und nach leitungsgebundenen und gestrahlten Emissionen (NCE, NRE) sowie Störfestigkeit (NCS, NRS) gegliedert. Welche Prüfungen gelten, richtet sich nach Einsatz und Plattform; einige Auswahlregeln legt die beschaffende Nation fest. Wir führen jede Prüfung einzeln oder als komplette Prüfsequenz nach Ihrem Lastenheft durch.
↓Leitungsgebundene Emissionen (NCE)↓Leitungsgebundene Störfestigkeit (NCS)↓Gestrahlte Emissionen (NRE)↓Gestrahlte Störfestigkeit (NRS)↓Kontakt
Leitungsgebundene Emissionen nach AECTP-500 (NCE01 bis NCE05)
Über Versorgungs-, Signal- und Antennenleitungen gibt jedes Gerät Störungen in das Bordnetz und die Verkabelung der Plattform ab. Die NCE-Prüfungen begrenzen diese Störaussendung im Frequenz- und Zeitbereich; drei Prüfungen stammen aus MIL-STD-461, zwei aus der britischen DEF STAN 59-411.
| NCE01 Kap. 6.4 | Stromversorgungsleitungen, 30 Hz bis 10 kHz: Erfasst niederfrequente Störströme, die das Gerät auf seine Versorgungsleitungen zurückspeist, etwa durch Gleichrichter, Wechselrichter oder getaktete Netzteile. So wird verhindert, dass diese Ströme die Versorgung anderer Verbraucher an Bord verzerren. Originaltitel: Power Leads, 30 Hz to 10 kHz · aus MIL-STD-461 (vgl. CE101) |
| NCE02 Kap. 6.5 | Stromversorgungsleitungen, 10 kHz bis 10 MHz: Erfasst hochfrequente Störspannungen auf den Versorgungsleitungen, gemessen über eine Netznachbildung. Die Grenzwerte schützen empfindliche Empfänger, die aus demselben Bordnetz gespeist werden. Originaltitel: Power Leads, 10 kHz to 10 MHz · aus MIL-STD-461 (vgl. CE102) |
| NCE03 Kap. 6.6 | Antennenanschluss, 10 kHz bis 40 GHz: Erfasst Nebenaussendungen und Oberwellen am Antennenanschluss von Sendern und Empfängern. Gemessen wird direkt am Anschluss, bevor die Störung über die Antenne abgestrahlt werden kann. Originaltitel: Antenna Terminal, 10 kHz to 40 GHz · aus MIL-STD-461 (vgl. CE106) |
| NCE04 Kap. 6.7 | Exportierte Transienten auf Stromversorgungsleitungen: Erfasst Schalttransienten, die das Gerät beim Ein- und Ausschalten oder bei Laständerungen auf seine Versorgungsleitungen gibt. Die Prüfung stellt sicher, dass solche Spitzen andere Verbraucher am selben Netz nicht beeinträchtigen. Originaltitel: Exported Transients on Power Leads · aus DEF STAN 59-411 |
| NCE05 Kap. 6.8 | Stromversorgungs-, Steuer- und Signalleitungen, 30 Hz bis 150 MHz: Erfasst Störströme auf Versorgungs-, Steuer- und Signalleitungen über einen breiten Frequenzbereich in einer Messung. Wird NCE05 durchgeführt, entfallen NCE01 und NCE02. Originaltitel: Power, Control & Signal Leads, 30 Hz to 150 MHz · aus DEF STAN 59-411 |
Leitungsgebundene Störfestigkeit nach AECTP-500 (NCS01 bis NCS13)
Mit 13 Prüfungen ist die leitungsgebundene Störfestigkeit die umfangreichste Gruppe. Sie reicht von niederfrequenter Welligkeit und Kabelbündeleinspeisung über Transienten und Blitz bis zu ESD und den Empfängerprüfungen am Antennenanschluss; NCS10 und NCS11 sind nationale Anforderungen des Vereinigten Königreichs.
| NCS01 Kap. 6.9 | Stromversorgungsleitungen, 30 Hz bis 150 kHz: Prüft die Störfestigkeit gegen niederfrequente Wechselanteile auf den Versorgungsleitungen, wie sie Generatoren und große Verbraucher erzeugen. Das Gerät muss bei überlagerter Welligkeit ohne Funktionsbeeinträchtigung arbeiten. Originaltitel: Power Leads, 30 Hz to 150 kHz · aus MIL-STD-461 (vgl. CS101) |
| NCS02 Kap. 6.10 | Steuer- und Signalleitungen, 20 Hz bis 50 kHz: Prüft die Störfestigkeit von Steuer- und Signalleitungen gegen niederfrequente Störsignale, die aus benachbarten Leitungen einkoppeln. Bewertet wird, ob Signale und Steuerfunktionen unverfälscht bleiben. Originaltitel: Control & Signal Leads, 20 Hz to 50 kHz · aus DEF STAN 59-411 |
| NCS03 Kap. 6.11 | Antennenanschluss, Intermodulation, 15 kHz bis 10 GHz: Bewertet die Intermodulationsfestigkeit von Empfängern. Am Antennenanschluss werden gleichzeitig zwei Signale außerhalb des Empfangsbands eingespeist; im Nutzkanal darf dabei kein störendes Mischprodukt entstehen. Originaltitel: Antenna Port, Intermodulation, 15 kHz to 10 GHz · aus MIL-STD-461 (vgl. CS103) |
| NCS04 Kap. 6.12 | Antennenanschluss, Unterdrückung unerwünschter Signale, 30 Hz bis 20 GHz: Bewertet die Selektivität von Empfängern gegenüber einzelnen Signalen außerhalb des Nutzkanals. Geprüft wird, ob ein starkes Fremdsignal den Empfang des gewünschten Signals verschlechtert. Originaltitel: Antenna Port, Rejection of Undesired Signals, 30 Hz to 20 GHz · aus MIL-STD-461 (vgl. CS104) |
| NCS05 Kap. 6.13 | Antennenanschluss, Kreuzmodulation, 30 Hz bis 20 GHz: Bewertet die Kreuzmodulationsfestigkeit von Empfängern. Ein moduliertes Signal neben dem Nutzkanal darf seine Modulation nicht auf das empfangene Signal übertragen. Originaltitel: Antenna Port, Cross Modulation, 30 Hz to 20 GHz · aus MIL-STD-461 (vgl. CS105) |
| NCS06 Kap. 6.14 | Strukturstrom, 60 Hz bis 100 kHz: Speist Störströme über die Gehäusestruktur ein, wie sie durch Potentialunterschiede in der Plattformstruktur entstehen. Die Prüfung richtet sich an Geräte mit sehr empfindlichen Eingängen im niederfrequenten Bereich. Originaltitel: Structure Current, 60 Hz to 100 kHz · aus MIL-STD-461 (vgl. CS109) |
| NCS07 Kap. 6.15 | Kabelbündel-Stromeinspeisung (BCI), 10 kHz bis 200 MHz: Koppelt HF-Ströme über eine Stromzange in Kabelbündel ein und bildet so die Wirkung äußerer Felder auf die Verkabelung nach. Geprüft wird über den gesamten Frequenzbereich, ob Gerätefunktionen gestört werden. Originaltitel: Bulk Current Injection, 10 kHz to 200 MHz · aus MIL-STD-461 (vgl. CS114) |
| NCS08 Kap. 6.16 | Kabelbündel-Stromeinspeisung, Impulsanregung: Koppelt kurze Impulse über eine Stromzange in Kabelbündel ein. Damit wird die Wirkung schneller Transienten aus Schaltvorgängen auf die Verkabelung nachgebildet. Originaltitel: Bulk Current Injection, Impulse Excitation · aus MIL-STD-461 (vgl. CS115) |
| NCS09 Kap. 6.17 | Gedämpfte Sinustransienten auf Kabeln und Stromversorgungsleitungen, 10 kHz bis 100 MHz: Gedämpfte Sinusschwingungen werden auf Kabelbündel und einzelne Versorgungsleitungen gegeben. Sie entsprechen den Einschwingvorgängen, die Blitz, EMP oder Schaltvorgänge in den Leitungen einer Plattform anregen. Originaltitel: Damped Sinusoidal Transients, Cables and Power Leads, 10 kHz to 100 MHz · aus MIL-STD-461 (vgl. CS116) |
| NCS10 Kap. 6.18 | Eingekoppelte Blitztransienten (Luftfahrzeuge/Waffen): Bildet die durch Blitzeinschlag in Luftfahrzeuge und Waffensysteme auf den Leitungen eingekoppelten Transienten nach. Die Prüfung ist eine nationale Anforderung des Vereinigten Königreichs. Originaltitel: Imported Lightning Transient (Aircraft/Weapons) · aus DEF STAN 59-411 |
| NCS11 Kap. 6.19 | Eingekoppelte Niederfrequenz auf Stromversorgungsleitungen (Schiffe): Prüft Geräte für Schiffe auf niederfrequente Störungen, die über die Versorgungsleitungen eingekoppelt werden. Wie NCS10 ist sie eine nationale Anforderung des Vereinigten Königreichs. Originaltitel: Imported Low Frequency on Power Leads (Ships) · aus DEF STAN 59-411 |
| NCS12 Kap. 6.20 | Elektrostatische Entladung (ESD): Elektrostatische Entladungen werden an berührbaren Stellen des Geräts aufgebracht, wie sie bei Bedienung und Wartung auftreten. Nachgewiesen wird, dass weder Schäden noch Funktionsstörungen entstehen. Originaltitel: Electrostatic Discharge · aus DEF STAN 59-411 |
| NCS13 Kap. 6.21 | Transienten auf Stromversorgungsleitungen: Kurze Spannungstransienten werden auf die Versorgungsleitungen gegeben, wie sie beim Schalten von Lasten im Bordnetz entstehen. Das Gerät muss dabei unbeschädigt und funktionsfähig bleiben. Originaltitel: Transient Power Leads · aus MIL-STD-461 (vgl. CS106, Ausgabe F) |
Gestrahlte Emissionen nach AECTP-500 (NRE01 bis NRE03)
Abgestrahlte magnetische und elektrische Felder können Antennen, Empfänger und Sensoren in der Nähe stören. Die NRE-Prüfungen messen diese Felder in einer geschirmten Kabine und erfassen die Nebenaussendungen von Sendern.
| NRE01 Kap. 6.22 | Magnetfeld, 30 Hz bis 100 kHz: Misst das magnetische Nahfeld von Gerät und Verkabelung im niederfrequenten Bereich. Die Grenzwerte schützen Sensoren und Empfänger, die empfindlich auf Magnetfelder reagieren. Originaltitel: Magnetic Field, 30 Hz to 100 kHz · aus MIL-STD-461 (vgl. RE101) |
| NRE02 Kap. 6.23 | Elektrisches Feld, 10 kHz bis 18 GHz: Misst die von Gerät und Verkabelung abgestrahlten elektrischen Felder in der geschirmten Messkabine. Begrenzt wird damit die Störung von Antennen und Empfängern auf derselben Plattform. Originaltitel: Electric Field, 10 kHz to 18 GHz · aus MIL-STD-461 (vgl. RE102) |
| NRE03 Kap. 6.24 | Neben- und Oberwellenaussendungen am Antennenausgang, 10 kHz bis 40 GHz: Misst die über die Antenne abgestrahlten Oberwellen und Nebenaussendungen von Sendern. Sie ergänzt die Messung am Antennenanschluss (NCE03), etwa bei fest eingebauten Antennen. Originaltitel: Antenna Spurious and Harmonic Outputs, 10 kHz to 40 GHz · aus MIL-STD-461 (vgl. RE103) |
Gestrahlte Störfestigkeit nach AECTP-500 (NRS01 bis NRS04)
Die NRS-Prüfungen setzen das Gerät Magnetfeldern, elektrischen Feldern und transienten Feldimpulsen aus, wie sie auf militärischen Plattformen auftreten. NRS04 ergänzt die aus MIL-STD-461 bekannten Prüfungen um statische Magnetfelder für Marineplattformen.
| NRS01 Kap. 6.25 | Magnetfeld, 30 Hz bis 100 kHz: Setzt das Gerät niederfrequenten Magnetfeldern aus, die mit einer Strahlschleife oder Helmholtzspule erzeugt werden. Geprüft wird, ob Magnetfelder von Stromverteilung und Antrieben Funktionsstörungen auslösen. Originaltitel: Magnetic Field, 30 Hz to 100 kHz · aus MIL-STD-461 (vgl. RS101) |
| NRS02 Kap. 6.26 | Elektrisches Feld, 2 MHz bis 40 GHz: Bestrahlt das Gerät über einen breiten Frequenzbereich mit elektrischen Feldern, wie sie von Funk- und Radaranlagen ausgehen. Nachgewiesen wird ein störungsfreier Betrieb im elektromagnetischen Umfeld der Plattform. Originaltitel: Electric Field, 2 MHz to 40 GHz · aus MIL-STD-461 (vgl. RS103) und DEF STAN 59-411 |
| NRS03 Kap. 6.27 | Transientes elektromagnetisches Feld: Prüft die Störfestigkeit gegen einen schnellen, energiereichen Feldimpuls, der einen nuklearen elektromagnetischen Puls nachbildet. Betroffen sind vor allem Geräte außerhalb geschirmter Bereiche. Originaltitel: Transient Electromagnetic Field · aus MIL-STD-461 (vgl. RS105) |
| NRS04 Kap. 6.28 | Magnetfeld, Gleichfeld (DC): Prüft die Störfestigkeit gegen statische Magnetfelder. Die Anforderung gilt für Geräte auf Plattformen mit magnetischem Eigenschutz (Degaussing) oder auf Schiffen, die entmagnetisiert werden (Deperming). Originaltitel: Magnetic Field (DC) · aus DEF STAN 59-411 |
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